Wie unsere Beanies in Bayern entstehen.
Zu Besuch bei Astrifa.
Wie hoch soll der Umschlag sein? Wie fällt die Mütze am Hinterkopf? Und wie wirkt eine Farbe, wenn aus dem kleinen Garnmuster ein ganzer Beanie wird?
Mit solchen Fragen beschäftigen wir uns. Tobias und Sascha gemeinsam mit den Menschen, die unsere Ideen in Strick übersetzen. Für unsere Beanies arbeiten wir mit Astrifa in Aidenbach in Niederbayern zusammen. Bei unserem Besuch konnten wir sehen, wie dort aus Garn ein Kleidungsstück wird – und wie viele Arbeitsschritte dazugehören.
Eine Zeichnung ist dabei der Anfang. Sie zeigt eine Form, eine Proportion, vielleicht schon eine Farbe. Wie sich die fertige Mütze anfühlt und wie sie sitzt, lässt sich erst am gestrickten Muster beurteilen. Dann wird anprobiert, der Umschlag verändert, nachgemessen und besprochen was noch angepasst werden soll.
Dabei haben wir gemerkt, wie viel schon kleine Veränderungen ausmachen. Etwas mehr Höhe, ein anderer Abschluss oder ein paar Zentimeter beim Umschlag verändern den Charakter einer Mütze. Was auf dem Papier stimmig aussieht, muss auch am Kopf funktionieren.
Besonders wichtig ist uns neben der Passform auch die Krone, also der obere Abschluss des Beanies. Hier laufen die Rippen zusammen und geben der Mütze ihre Rundung. Wie diese Linien verlaufen, prägt die ganze Form. Wir wünschen uns einen Abschluss, der sich harmonisch ins Maschenbild einfügt und der Mütze eine schöne Silhouette gibt. Deshalb schauen wir bei den Mustern gerade dort genau hin und stimmen die Ausarbeitung mit Astrifa ab. Ein Detail, in dem viel gute Gestaltung steckt, damit es passt.
Die Zusammenarbeit mit Astrifa hilft uns, diese Entscheidungen zu treffen. Wir bringen unsere Vorstellungen mit, besprechen sie und entwickeln sie gemeinsam weiter. Dazu gehört die Erfahrung der Menschen vor Ort: ihr Wissen darüber, wie sich ein Garn verarbeiten lässt und wie aus einer gewünschten Form ein tragbares Produkt wird.
Unsere Beanies werden bei Astrifa maschinell gestrickt und von Hand fertiggestellt. Bei einem fertigen Stück sieht man diesen Weg kaum noch. Man nimmt die Farbe wahr, fühlt das Material und setzt die Mütze auf. Beim Besuch in der Herstellung richtet sich der Blick auf die einzelnen Schritte und die Menschen dahinter.
Für die Beanies verwenden wir 100 Prozent Merinowolle. Richard von Astrifa erklärt uns, dass sich für unsere Produkte die erster Schur eignet. Eine konkrete Information über das Material, die wir gerne weitergeben.
Uns beschäftigt beim Auswählen vor allem, wie sich das Garn später als Mütze trägt. Sie liegt direkt an Stirn und Ohren an, wird aufgesetzt, zurecht gezogen und unterwegs auch mal in eine Tasche gesteckt. Sie soll sich angenehm anfühlen und im Alltag gerne dabei sein. Deshalb gehört das Anprobieren für uns genauso zur Entwicklung wie die Auswahl der Farben.
Auch die Größen haben wir immer wieder besprochen und angepasst. Wir möchten, dass Kinder und Erwachsene eine passende Form finden. Wie eng sitzt die Beanie? Wie viel Platz bleibt oben? Wie lässt sich der Umschlag tragen? Die Antworten ergeben sich aus Mustern, Rückmeldungen und weiteren Anpassungen.
Dass unsere Beanies in Bayern gestrickt und fertiggestellt werden, macht diesen Teil ihrer Entstehung für uns greifbar. Wir kennen den Ort und die Menschen, mit denen wir darüber sprechen. Die Herkunft der Wolle und ihre Verarbeitung zum Garn sind weitere Schritte davor. Auch sie gehören zur Geschichte des fertigen Produkts.
Von unserem Besuch bei Astrifa haben wir Bilder und Filmaufnahmen mitgebracht. Sie zeigen etwas von der Arbeit, die in unseren Beanies steckt. Für uns verbinden sich damit inzwischen auch Gesichter, Gespräche und gemeinsame Entscheidungen.
Als die ersten Mützen als fertige Muster vor uns lagen, war es ein besonderer Moment. Wir und unsere Kinder haben sie anprobiert und getragen. Von der Idee, zur Zeichnung zum fertigen Muster. Das Abwägen und Vergleichen, das Anprobieren; zu sehen, wie aus der gemeinsamen Arbeit etwas geworden ist, das nun draußen dabei ist, ist der Anfang von GRWN..
GRWN.
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